Notfallordner
Im Fall der Fälle nützen die ausgefeiltesten Vorsorgeregelungen nichts, wenn sie nicht gefunden werden.
Tauchen Vollmachten, Anweisungen für bestimmte Handlungen (z.B. Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung oder etwa Festlegungen zum Ablauf der Bestattung) oder das Testament erst nach Monaten an unerwarteter Stelle auf oder gibt es für die einzelnen Unterlagen auch noch verschiedene Finder, so sind Konflikte vorprogrammiert.
Daher empfiehlt es sich grundsätzlich für jeden, einen Notfallordner zusammenzustellen. Dieser sollte alle grundlegenden Informationen enthalten, die es dem Bevollmächtigten oder ggf. dem Testamentsvollstrecker oder Erben erlauben, im Sinne des Betroffenen zu handeln.
Für unternehmerisch Tätige, gerade Mittelständler oder Alleinunternehmer ist das Anlegen eines solchen Ordners praktisch unabdingbar. Müssten die häufig weit verstreuten oder z.T. auch gar nicht schriftlich festgehaltenen Informationen erst mühsam und landwierig von Dritten zusammengetragen werden könnte diese zeitliche Verzögerung bereits zur Handlungsunfähigkeit und das endgültige Aus für das eigene Unternehmen führen.
Die zusammengestellte Checkliste soll das Zusammenstellen eines Notfallordners erleichtern und Anstoß für weitere Überlegungen bieten.
Und eines liegt auf der Hand: Eine schnell überschaubare Zusammenstellung wichtiger Daten und Willensbekundungen kann auch bei einem Unfall und anschließender längerer eigener Entscheidungsunfähigkeit von höchster Bedeutung sein.